Ganz Ohr in jeder Situation

Vollimplantierbare Hörsysteme

(djd). Eine Runde schwimmen, in der Sauna relaxen oder am Strand spazieren: Das alles ist für Träger von Hörgeräten keine Selbstverständlichkeit. Vor allem aber kann das Hörgerät im Beruf zum Stolperstein werden. Hier, wo gutes Hören besonders wichtig ist, dürfen wie bei den eben genannten Freizeitaktivitäten keine schädigenden Einflüsse wie Schmutz oder Staub auf das Hörgerät wirken, damit es funktionstüchtig bleiben kann.

Sicher vor äußeren Einflüssen

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet die neue Generation der implantierbaren Hörsysteme. "Carina" beispielsweise ist ein Hörgerät, das vollständig unter der Haut sitzt und damit sicher vor allen äußeren Einflüssen ist. Es gilt auch dann als das Gerät der Wahl, wenn ein Hörschaden mit konventionellen Systemen nur unzureichend versorgt werden kann. Seine Unsichtbarkeit macht es zudem für alle Menschen mit Hörschwäche interessant, die ein Hörgerät als stigmatisierend empfinden. Auch wer besonders empfindlich auf den im Ohr steckenden Fremdkörper "Hörsystem" reagiert, empfindet ein Implantat oft als große Erleichterung. Damit gehören zudem lästige Ohrinfektionen durch einen verstopften Gehörgang der Vergangenheit an. Unter www.unsichtbares-hoersystem.de gibt es weitere Informationen.

 

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Natürlicher Höreindruck

Ein weiterer Vorteil des Implantats: Durch die direkte Ankopplung an das Mittelohr wird ein natürlicherer Klang erzeugt. Zudem entfällt der bei Hörgeräten erforderliche Pflegeaufwand. Auch ein Batterie- und Filterwechsel ist nicht mehr nötig. Implantierte Hörsysteme lassen sich einfach handhaben und müssen lediglich einmal pro Tag aufgeladen werden. Das vollständig implantierbare Gerät "Carina" eignet sich für Menschen, die an einer mittel- bis hochgradigen Schwerhörigkeit leiden. Ein Hörtest gibt über den Grad und die Art der Schwerhörigkeit Aufschluss.

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Wie funktioniert ein Implantat?

Bei "Carina" besteht das Implantat aus drei Teilen: einer Kapsel, in der sich die Steuerelektronik befindet, einem Mikrofon und einem Wandler. Das Mikrofon unter der Haut erfasst den Schall, der von der Elektronik zu elektrischen Signalen verarbeitet und an den Wandler im Mittelohr übertragen wird. Der Wandler berührt die Gehörknöchelchen. Sind die Signale erst einmal an diesem Knöchelchen angelangt, wird der in eine mechanische Bewegung umgewandelte Schall wie bei einem gesunden Gehör weiter verarbeitet.

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Quelle: deutsche journalisten dienste (djd),